Geschichte

Zeiten zum Genießen

Wo man Bier braut, da lässt sich’s gut leben …

Diese alte Volksweisheit, zugegeben aus dem Böhmischen,
hat mit Sicherheit auch an der „Wiege Sachsens“ seine
Gültigkeit. In Meißen begann einst mit den Wettiner Fürsten
die Geschichte des ganzen Landes. Und hier zählt das 1460
erstmals erwähnte Stammhaus der Schwerter Brauerei bis
heute zu den Sehenswürdigkeiten dieser wunderschönen Stadt.
Aber: der Reihe nach …
 

1015 Die Tradition des Bierbrauens in Meißen ist fast so alt wie dieser geschichtsträchtige Ort selbst. So bezeugt schon anno 1015 Bischof Thietmar von Merseburg in seiner Chronik „das Vorhandensein von Bier“ in der Burganlage. Na dann: zum Wohl, liebe Bürger.
 
1460 Das Bahrmannsche Brauhaus an der Frauenkirche in Meißen wird in diesem Jahr erstmals urkundlich erwähnt. Es ist das Stammhaus der Schwerter Brauerei und wie das Rathaus ein Symbol der selbstbewussten Bürger der Stadt. Seine bis heute beeindruckende Renaissance-Fassade erhielt das Brauhaus um 1570.
 
1897 Der Hirschsteiner Brauereibesitzer Eduard Bahrmann erwirbt 1868 das alte Brauhaus samt der Brauerei. Wachsende Beliebtheit und steigender Absatz des Biers bringen den Standort in der Altstadt allerdings bald an seine Grenzen. Also errichten seine Söhne 1897 im Dorf Cölln bei Meißen einen Neubau – mit allen technischen Finessen einer modernen Brauerei um die Jahrhundertwende.
 
1915 Seit Anfang des 20. Jahrhunderts firmiert das Unternehmen als Schwerter Brauerei AG. Die vielfältigen Bierspezialitäten sind nun eine feste Marke der Meißner und ihrer Gäste. In den folgenden Jahren bestimmen zahlreiche technische Neuerungen und Erweiterungen die Qualität der Biere – und die Entwicklung der Marke.
 
1953 Wilhelm Wohlers, ein Kaufmann aus Dresden, übernimmt die Brauerei und führt diese im Privatbetrieb als Schwerter Brauerei Wohlers KG. Die Produktionsmenge steigt laufend weiter an – dann kommt es 1972 zur Zwangsverstaatlichung.
 
1972 – 1990 Bis zum Ende der DDR bleibt die Brauerei ein Betriebsteil des VEB Felsenkeller Brauerei Meißen im Getränkekombinat Dresden. Nach der Wende folgt dann die treuhänderische Verwaltung durch die Sächsische Brau-Union AG.
 
1997 Nach der Wiedervereinigung führen Elke Wohlers und Andreas Girbig die Brauerei weiter. Als konzernunabhängige Privatbrauerei lebt damit auch eine Familientradition weiter. An der Sicherung der Brautradition in Meißen muss allerdings weiter gebaut werden. Und so nimmt am 3. Oktober 1997 im Gewerbegebiet Meißen-Ost unsere moderne Brauerei den Betrieb auf.
 
1998
Alte Tradition in neuer Frische – und Vielfalt. Seit 1998 wird das mildherb-frische Meißner Schwerter Pils und das würzig-vollmundige St. Afra Dunkel vertrieben. Zusätzlich kommen saisonale Biere ins Angebot, wie das Karnevals-, Sommer-, Oktober- oder Altstadtfestbier.
 
1999 „Spannendstes Trendgetränk des Jahres 1999“ – so lautet die Auszeichnung für das neue Meißner Schwerter German Porter. In Zusammenarbeit mit der Spezialitätenbrennerei Prinz zur Lippe wird im selben  Jahr von uns ein deutschlandweit einmaliger Porterbierbrand produziert und in exklusiven 0,2 und 0,5 Liter Flaschen verkauft.
 
2000 Die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft prämiert das Meißner Schwerter St. Afra Dunkel erstmals mit der silbernen DLG-Medaille. Und wir engagieren uns auch regional: Die Meißner Schwerter Brauerei würdigt die Jubiläen regionaler Firmen mit speziellen Festbieren. Zum Beispiel zum 500. Geburtstag der Meißner Bäckerinnung.
 
2001 Zur Feier des 160-jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Meißen wird das „St. Florian Bräu“ gebraut. Und wir feiern ebenfalls: die silberne DLG-Medaille für das Meißner Schwerter Privat Pils und Meißner Schwerter St. Afra Dunkel.
 
2002 Zusammen mit der Spezialitätenbrauerei Prinz zur Lippe bringen wir ein Whisky-Bier auf den Markt. Denn unsere Spezialitäten kommen gut an: Die DLG zeichnet das Meißner Schwerter German Porter mit der goldenen DLG-Medaille aus. Auch Meißner Schwerter Privat Pils und Meißner Schwerter St. Afra Dunkel können die silberne DLG-Medaille verteidigen.
 
2004 Erneut Gold von der DLG: für unser Red Lager, für St. Afra Dunkel und für German Porter. Dazu Silber fürs Privat Pils und der „Preis der Besten“ in Bronze. Damit nicht genug: unser Meißner Schwerter German Porter glänzt auch mit dem bronzenen European Beer Star.
 
2005 In Meißen findet das erste Bierkulinarium statt – ein Fest für Genießer mit feinen Speisen, edlen Destillaten und natürlich ausgezeichneten Bieren. Und passend zum Thema: die Meißner Schwerter Brauerei erringt auch in diesem Jahr den „Preis der Besten“ sowie goldene und silberne DLG-Medaillen.
 
2006 Auf der Grünen Woche Berlin werden unsere vier preisgekrönten Biersorten sowie Bierbrandpralines und der Porterbierbrand vorgestellt. Zudem verleiht uns die DLG wieder zwei goldene und zwei silberne Medaillen. Dann die schlechte Nachricht: die Meißner Schwerter Brauerei muss Insolvenz anmelden. Der Geschäftsbetrieb wird jedoch weitergeführt und das Unternehmen kann sich erfolgreich sanieren.
 
2007 10 Jahre Brauerei-Neubau – ein großes Familienfest für Meißen. Auch unsere Sommeraktion „Radlertour durch die Heimat des Schwerter Biers“ findet großen Anklang. Und zum 3. Bierkulinarium unter dem Motto „Braumeisters Bierreise“ wird unser neues Kirsch-Porter vorgestellt.
 
2009 Spitzenqualität in Serie – das überzeugt die DLG und wir werden mit dem silbernen „Preis der Besten“ ausgezeichnet. Eine Ehrung, die nur Unternehmen bekommen, die in mindestens 10 aufeinander folgenden Jahren für ihre qualitativ hochwertigen Produkte prämiert wurden. Dieses Jahr bringt auch Neues für unsere geschäftliche Spitze: Eric Schäffer aus Radebeul (Inhaber der Oppacher Mineralquellen) kauft die Meißner Schwerter Brauerei und führt sie als Familienunternehmen in bester Tradition fort.
 
2010 Als älteste sächsische Privatbrauerei feiern wir 550jähriges Jubiläum. Und wir, das sind beim großen Brauereifest am 8. und 9. Mai natürlich auch alle Meißner und alle Gäste, die unsere schöne Stadt besuchen. Bei Live-Musik, Fußballturnier und gepflegter Geselligkeit. Und endlich kann man unsere Spezialitäten direkt am Markt in Meißen genießen, denn nach liebevoller und aufwendiger Renovierung eröffnet das Schwerter Schankhaus.
 
2011 Innovativ aus Tradition: Wir bringen die naturtrübe Bier-Spezialität “Elbsommer” in den Handel – ein obergäriges Jahrgangsbier, speziell eingebraut für die Sommersaison.
 
2012 Als erste Brauerei in Sachsen überraschen wir unsere Kunden mit einer innovativen alkoholfreien Erfrischung: Für unsere Braumeisters Limonaden (Geschmacksrichtungen Orange und Holunder) verwenden wir ausschließlich natürliche Rohstoffe und ein ganz spezielles Gerstenmalz, das für die feine, leichte Malznote sorgt. Für Bierliebhaber brauen wir erstmals unser Urhell ein. Dieses einzigartige, untergärige Vollbier ist mild im Geschmack, aus heimischer Gerste gebraut und unter besonders niedrigen Temperaturen über 6 Wochen gereift.